Was andere tun, Teil 1: Streets of Berlin


In dieser Rubrik berichten wir über Projekte von anderen

SoB Titel

Es fällt nicht jedem leicht, mit Obdachlosen ins Gespräch zu kommen. Das Projekt “Streets of Berlin” bietet die Möglichkeit, dennoch mehr über die einzelnen Geschichten zu erfahren. Seit mehr als zwei Jahren zieht Filmemacher Omid Mirnour durch die Straßen der Hauptstadt und befragt Odachlose zu ihrem Leben. Er schafft einen würdevollen Präsentationsrahmen für Personen, deren Stimmen sonst wenig gehört werden – ohne Drehbuch, so ehrlich wie möglich. Warum? “Weil es auch im echten Leben kein Drehbuch gibt, und für viele auch kein Happy End”, so Omid.

Mehr als 50 Videos sind mittlerweile auf dem Youtube-Kanal des Projekts zu sehen. Sie bieten einen sehr persönlichen Einblick in die Existenz auf der Straße und erzählen anhand der Einzelschicksale, wie Obdachlosigkeit entsteht. Mittlerweile wird Omid dabei von einem Team von Freiwilligen unterstützt. Die Motivation der Gruppe erklärt er so: “Ich finde jeder Mensch hat eine Eigenschaft oder ein Interesse, welches er hin und wieder nutzen sollte, um etwas Soziales zu tun, oder anderen Menschen zu helfen. Ich arbeite nebenbei als Freiberufler in der Filmbranche […] und vor zwei Jahren habe ich mich gefragt, wie ich mit diesem Interesse Leuten helfen könnte.” Für seine großartige Arbeit gewann “Streets of Berlin” gerade den Deutschen Multimediapreis mb21.

“Wir helfen zwar den Leuten nicht aus ihrer Situation heraus, aber wir geben ihnen eine Plattform, um sich äußern zu können und hoffen dadurch, dass wir diese Leute den “Normalbürgern” ein Stückchen näher bringen können.”

https://www.facebook.com/berlinstreets

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