FAQ.

Welche Fragen hast du zu Ab in die Koje e.V.?

Was ist Ab in die Koje e.V.?

Ab in die Koje e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Hamburg mit dem Ziel wohnungslosen Menschen durch Vermittlung einer Wohnung den Übergang in ein festes Wohnverhältnis zu ermöglichen, dieses selbstständig zu finanzieren und zu halten. Dabei stehen Nachhaltigkeit und ein würdevolles Wohnen im Vordergrund: Wir stellen KEINE Notunterkunft, sondern erarbeiten eine langfristige Lösung.

Wem hilft Ab in die Koje e.V.?

Wir helfen Menschen, denen akut Wohnungslosigkeit droht oder die bereits wohnungslos geworden sind und aus Mangel an Sozialwohnungen und Hilfsangeboten keine nachhaltige Unterstützung von städtischen Anlaufstellen bekommen. Durch Sozialarbeiter*innen mit denen wir zusammenarbeiten finden sie den Weg zu uns.

Wie finanziert Ihr Euch?

Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Kontrolliert Ihr, ob sich „Eure” Benefiziant*innen anständig verhalten?

Nein. Wir lernen die meisten Menschen kennen, die Geld von uns erhalten, aber wir haben keine grundsätzlichen „Einstellungskriterien”. Wir glauben an den „Housing-First”-Ansatz und somit daran, dass das Leben in einer Wohnung selbst eine der Grundvoraussetzungen dafür ist, sich mit eventuellen anderen Problemen wie Süchten oder psychischen Beeinträchtigungen auseinanderzusetzen. Natürlich reicht eine Wohnung selbst nicht aus um alle Probleme zu bewältigen und uns selbst fehlen die Kompetenzen von ausgebildeten Sozialarbeiter*innen. Daher arbeiten wir nur mit Menschen, die bereits von Sozialarbeiter*innen betreut werden und mischen uns nicht in deren Arbeit ein.

Was passiert mit dem Geld der Spender*innen?

Als gemeinnütziger Verein sind wir verpflichtet alle Einnahmen direkt dem Vereinszweck zukommen zu lassen.

Grundsätzlich gilt: Wir geben nur dann Geld aus, wenn die betroffenen Personen die Ausgaben selbst nicht leisten können, wenn ohne diese Ausgaben eine Wohnungslosigkeit fortbestünde oder akkut drohen würde und wenn erwiesenermaßen keine staatliche Stelle diese Ausgabe tätigt. Beispiel für Ausgaben, die wir bereits getätigt haben sind:

  • Übergangsweise Zahlung von Mieten, bis staatliche Mechanismen greifen oder die Personen selbst genügend regelmäßige Einnahmen haben
  • Zahlung von Mietschulden, wenn akkut Räumungsklagen drohen
  • Finanzieren kleiner Notwendigkeiten wie Beispielsweise die Beantragung eines Passes, wenn diese für den Erhalt oder die Erlangung einer langfristigen Unterbringung absolut notwendig sind

Alle Mitglieder und Mitarbeiter*innen von Ab in die Koje arbeiten ehrenamtlich und wir haben keine Mietkosten für Büroräume oder ähnliches. Unsere Kosten für Notare, Webhosting usw. sind verschwindend gering und werden zu großen Teilen durch unsere Mitgliedseiträge gedeckt, die alle Aktiven neben ihren individuellen Spenden zahlen. Eure Spenden gehen also zu mehr als 99 % direkt in die Bekämpfung von Obdachlosigkeit.

Bekomme ich eine Quittung für meine Spende?

Klar. Wende Dich per E-Mail an uns – dann bekommst Du gerne eine zugesandt.

Wie kann ich Eure Hilfe in Anspruch nehmen?

Alle Menschen, denen wir helfen, finden den Weg zu uns durch eine*n unserer Partner*innen. Bevor wir Dir helfen können, wende dich bitte an die offiziellen städtischen Stellen. Falls Du dort abgewiesen wurdest, schreib uns unter info@abindiekoje.de und wir sehen gemeinsam, ob wir Dir weiterhelfen können. Bedenke aber bitte, dass wir nicht selbst über ein Wohnungskontinget verfügen und so sehr wir es auch wünschen, können wir Dich mit großer Sicherheit nicht sofort in eine Wohnung unterbringen.

Wer sind Eure Partner*innen?

Wir arbeiten vor allem mit Sozialarbeiter*innen zusammen. Diese kommen aktiv auf uns zu, wenn sie für konkrete Benefizant*innen Hilfe benötigen. Wir geben nur Geld für konkrete betroffene Personen und machen nie allgemeine Zahlungen an andere Einrichtungen.

Seit wann gibt es den Verein?

Ab in die Koje e.V. wurde im August 2014 gegründet und ist seit Januar 2015 offiziell ein eingetragener gemeinnütziger Verein in Hamburg.

Warum schreibt Ihr so wie Ihr schreibt?

Wir haben uns entschieden, eine Sprache zu sprechen und zu schreiben, die alle Personen einschließt – deswegen geht es bei uns z.B. um Mieter*innen und Vermieter*innen und nicht nur um Mieter und Vermieter. Wir begreifen Sprache nicht als Allheilmittel im Kampf gegen Sexismus und andere Formen der Diskriminierung, aber Sprache kann ein wichtiges Werkzeug sein, um auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Zum Quereinstieg in die hitzig geführten Debatten verweisen wir auf Adrian Lang.

Ihr habt eine Frage, die Euch unter den Nägeln brennt und findet keine passende Antwort? Oder Ihr habt Ideen, Kritik oder einfach nur einen Hinweis zu etwas, was uns interessieren könnte, oder wo wir einen Rechtschreibfehler übersehen haben? Schreibt uns einfach per Email.

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