FAQ.

Welche Fragen hast du zu Ab in die Koje e.V.?

Was ist Ab in die Koje e.V.?

Ab in die Koje e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Hamburg mit dem Ziel wohnungslosen Menschen durch Vermittlung einer Wohnung den Übergang in ein festes Wohnverhältnis zu ermöglichen, dieses selbstständig zu finanzieren und zu halten. Dabei stehen Nachhaltigkeit und ein würdevolles Wohnen im Vordergrund: Wir stellen KEINE Notunterkunft, sondern erarbeiten eine langfristige Lösung.

Wem hilft Ab in die Koje e.V.?

Wir helfen Menschen, die wohnungslos geworden sind und aus Mangel an Sozialwohnungen und Hilfsangeboten keine nachhaltige Unterstützung von städtischen Anlaufstellen bekommen. Dabei sehen wir uns als Vermittler zwischen Vermieter*innen und Menschen, denen nach § 22 SGB II ein von der Stadt finanzierter Wohnraum zusteht. Durch unsere Partner_Innen finden sie den Weg zu uns. Wir vermitteln eine Wohnung, für die wir Übergangsweise als Hauptmieter eintreten, bis Mieter*in und Vermieter*in bereit sind ein direktes Mietverhältnis miteinander einzugehen. Wir finanzieren die Miete solange, bis die Kosten von der Stadt übernommen werden.

Wie finanziert Ihr Euch?

Wir finanzieren uns über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Eine zentrale Grundidee von Ab in die Koje e.V. ist es, Andere für das Thema zu sensibilisieren und dabei den Bedarf an nachhaltigen und langfristigen Lösungen deutlich zu machen. Unser erklärtes Ziel ist es, möglichst viele der Spender*innen davon zu überzeugen lieber einen kleineren Betrag, dafür aber regelmäßig und dauerhaft zu spenden. Natürlich freuen wir uns auch über einmalige Spenden und können diese gut gebrauchen, da die Einrichtung der Wohnung, der finanziellen Puffer, Reparaturarbeiten, Werbemaßnahmen usw. aus diesem Topf finanziert werden – die laufenden Kosten der Wohnung werden durch Dauerspenden gedeckt und eine neue Wohnung würde erst dann angemietet, wenn diese Abdeckung durch Dauerspenden garantiert ist!

Wie kommt Ihr an die Wohnungen?

Wir recherchieren Vermieter*innen und Genossenschaften in der Stadt und treten aktiv an sie heran. Wir stellen ihnen die Situation dar und verhandeln mit ihnen über mögliche Wohnungen, wenn ein gegenseitiges Interesse vorliegt. Wir sind immer auf der Suche nach enthusiastischen und verlässlichen Vermieter*innen – wenn Du also selber Vermieter*in bist oder jemanden kennst, die/der gerne mit uns zusammen arbeiten würde, schreib uns unter info@abindiekoje.de.

Geht Ihr regelmäßig in die Wohnung und kontrolliert, ob sich Eure Untermieter*innen anständig verhalten?

Nein! Die Wohnung ist das Zuhause unserer Untermieter_Innen und wir haben kein Recht sie zu kontrollieren.

Wir sehen uns eher als Nachbarn, die mal eine Bohrmaschine ausleihen oder sich gemeinsam zum Kaffee treffen, falls man sich versteht. Wenn uns Probleme von der Hausgemeinschaft oder unseren Vermieter*innen gemeldet werden, suchen wir das Gespräch und finden eine Lösung. Unter allen Umständen steht der Friede zwischen allen Beteiligten im Vordergrund.

Wir sind keine Sozialarbeiter*innen – wir arbeiten aber mit Sozialarbeiter*innen zusammen, da einige Dinge ganz klar unsere Kompetenzen übersteigen.

Kommt Ihr selber für die Schäden auf, die die Mieter*innen in der Wohnung verursachen?

Ja! Wie in jedem Mietverhältnis wird auch bei uns eine Kaution gezahlt, die Zahlungsausfall und mutwillige Schäden in der Wohnung abdeckt. Darüber hinaus vereinbaren wir mit den Vermieter*innen individuelle finanzielle Sicherheiten, die wir im Zweifel darüber hinaus zur Verfügung stellen und sichern uns selbst mit entsprechenden Versicherungen, wie Haftpflicht und Hausrat, ab.

Uns liegt viel daran, dass die Vermieter*innen ruhig schlafen können, denn genau darin sehen wir unsere Aufgabe: Wir tragen alle Kosten, bis sich Mieter*in und Vermieter*in kennen gelernt haben und so weit vertrauen, dass sie einen direkten Vertrag miteinander eingehen können und wir nicht länger gebraucht werden.

Was passiert mit dem Geld der Spender_Innen?

Von den Spenden decken wir die Mietkosten der angemieteten Wohnung, Kautionen, Sicherheiten sowie Betriebskosten. Ein geringer Anteil wird für Verwaltungskosten wie Büro- und Werbematerial (Flyer, Broschüren usw.) verwendet. Um nachhaltig und vorrausschauend wirtschaften zu können, legen wir auch einen Teil der Spenden zurück und bilden einen Puffer für mehrere Monate. Alle Mitglieder und Mitarbeiter_Innen von Ab in die Koje arbeiten ehrenamtlich und wir haben keine Mietkosten für Büroräume oder ähnliches.

Als gemeinnütziger Verein sind wir verpflichtet alle Einnahmen direkt dem Vereinszweck zukommen zu lassen. Um höchste Transparenz zu gewährleisten, veröffentlichen wir daher regelmäßig eine gebündelte Übersicht aller Ausgaben, sortiert nach Betriebskosten, Wohnkosten, Sicherheiten und Werbung/PR.

 

Wie lange geht die Unterstützung?

Nachhaltige Veränderungen lassen sich nicht über Nacht erzwingen. Wir stellen uns darauf ein bei jeder neuen Vermittlung einen ausreichend langen Atem mitzubringen. Erfahrungswerte von anderen Projekten legen nahe, dass sich nach einem halben Jahr bereits abschätzen lässt, ob die Vermittlung gute Chancen auf Erfolg hat. Über ein Jahr hinaus sollte die Kostenübernahme nur dann weitergeführt werden, wenn konkrete Hoffnungen darauf bestehen, dass die Vermittlung erfolgreich sein wird.

Bekomme ich eine Quittung für meine Spende?

Klar! Für Spenden über 200 € erstellen wir automatisch eine Spendenquittung – lass uns einfach wissen wohin wir sie Dir schicken dürfen. Solltest Du weniger gespendet haben, aber eine Spendenquittung benötigen, wende Dich per Email an uns – dann bekommst Du gerne eine zugesand.

Wie kann ich Eure Hilfe in Anspruch nehmen?

Alle Menschen, denen wir helfen, finden den Weg zu uns durch einen unserer Partner*innen. Bevor wir Dir helfen können, wende dich bitte an die offiziellen städtischen Stellen. Falls Du dort abgewiesen wurdest, schreib uns unter info@abindiekoje.de und wir sehen gemeinsam, ob wir Dir irgendwie weiter helfen können.

Wer sind Eure Partner_Innen?

Wir werden unterstützt von Hinz & Kunzt. Die Sozialarbeiter_Innen des Hamburger Straßenmagazins stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, worüber wir uns sehr freuen, nicht nur weil sie über jahrelange Erfahrungen verfügen, sondern auch weil es einfach sehr nette Menschen sind, mit denen wir gerne zusammen arbeiten.

Seit wann gibt es den Verein?

Ab in die Koje e.V. wurde im August 2014 gegründet und ist seit Januar 2015 offiziell ein eingetragener gemeinnütziger Verein in Hamburg.

Warum schreibt Ihr so wie Ihr schreibt?

Wir haben uns entschieden, eine Sprache zu sprechen und zu schreiben, die alle Personen einschließt – deswegen geht es bei uns z.B. um Mieter*innen und Vermieter*innen und nicht nur um Mieter und Vermieter. Wir begreifen Sprache nicht als Allheilmittel im Kampf gegen Sexismus und andere Formen der Diskriminierung, aber Sprache kann ein wichtiges Werkzeug sein, um auf Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Zum Quereinstieg in die hitzig geführten Debatten verweisen wir auf Adrian Lang.

Ihr habt eine Frage, die Euch unter den Nägeln brennt und findet keine passende Antwort? Oder Ihr habt Ideen, Kritik oder einfach nur einen Hinweis zu etwas, was uns interessieren könnte, oder wo wir einen Rechtschreibfehler übersehen haben? Schreibt uns einfach per Email.

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